TRANSgender DAY OF REMEMBRANCE

AM 20. NOVEMBER WIRD JÄHRLICH DER TRANSGENDER DAY OF REMEMBRANCE (TDOR) ZUM GEDENKEN AN DIE OPFER TRANS*PHOBER GEWALT BEGANGEN.

Trans*murder monitoring

Transgender Day of Remembrance Seit 1999 begehen Trans*menschen und ihren Freund_innen in aller Welt jedes Jahr am 20. November den Transgender Day of Remembrance. An diesem Tag wird der aus Hass ermordeten Trans*menschen gedacht – fast ausschliesslich nicht-weisse Trans*frauen. Das internationale Projekt Trans Murder Monitoring erfasst seit 2008 die Namen und Daten ermordeter geschlechtsvarianter und trans* Menschen weltweit. Auch wenn dies nur die Spitze des Eisbergs darstellt – denn die Morde müssen von der Polizei und den Organisationen vor Ort als Hassverbrechen registriert worden sein – sind die Zahlen erschreckend: Seit 2008 bis zum 31. August 2016 sind weltweit 2236 Trans*menschen ermordet worden, davon über 40 Prozent allein in Brasilien. Bis zum 31. August waren es 2016 bereits 210 Personen. In Europa nimmt dabei die Türkei den traurigen ersten Platz ein.

In der Schweiz leben Trans*menschen relativ sicher, und es gibt kaum schwere Hassverbrechen. Doch sehr viele Trans*menschen berichten von täglichen Diskriminierungen durch Verspotten und Beschimpfen sowie von körperlichen Angriffen. Oft werden sie von Ärzt_innen und Behörden in ihrem Trans*-Sein nicht ernstgenommen. Hinzu kommt bei vielen die Abwendung der Familie bzw. Partner_in oder der Verlust des Arbeitsplatzes, was zu einem gesellschaftlichen Abstieg führen kann.